TINCON 2016 – Teens rocken die Zukunft

3 Tage TINCON 2016 sind vorbei. Tincon 2016- eine Internetconvention für Teens

Vom 27.05-29.05.2016 fand im Haus der Beriner Festspiele die erste Teenage Internetwork Convention statt. Veranstaltet von Tanja und Johnny Haeusler und Jugendlichen als Beirat.

13-21jährigen traffen sich hier um über ihr digitales Leben zu reden.

Es wurde gedaddelt, gebaut, gesprochen. Es wurden Selfies gemacht, Workshops besucht, Vorträge gehört und einfach miteinander abgehangen. Ganz ohne Eltern.

Jetzt könnte man meinen, das es ja genug sogenannte „Jugendangebote“ gibt, wie die YOU oder die GamesCon. Die TINCON zeigte, das dem nicht so ist.

Denn hier ging es nicht um das Beschallen der Kids oder eine Werbeveranstaltung draus zu machen, sondern es ging darum, ihnen einen Platz zu bieten, um sich auch offline zu treffen, Raum zu haben, um über die Dinge im Netz zu diskutieren und zu verändern.

Klar sind Malroboter nicht pädagogisch wertvoll, aber sie machen den Kopf auf für coole, neue Ideen und genau das ist es, was den Teenager auf den anderen Veranstaltungen immer gefehlt hat: Ideen bekommen, Dinge zu machen, Dinge zu erfahren.

Auf den Bühnen sprachen YouTuber, der CCC oder auch Raul Krauthausen über eben jene Dinge. Hatespeech, Behinderung, Hetzern, Bildung, Hacks, Ethik, Verantwortung und Fakes. Denn die Kids, die auf der TINCON waren, wollten eben keine Beschallung, die wollen was bewegen.

Denn sie sind es, denen der Haß um die Ohren fliegt, die angemacht werden, die immer und ständig das Gefühl haben, anders zu sein. Die aber auch die Generation sind, die das größte Potential im digitalen Arbeiten sehen. Die Generation Work 4.0, die nicht alles macht, weils Kohle gibt, sondern weil sie einfach Bock drauf haben.

Und genau das waren auch die Themen in den Workshops: Viral, Daten, Vernetzung, Politik, Cyborg,Storytelling und Meme. Aber auch ausserhalb der Workshops fanden sich Grüppchen zusammen, die spontan über Fremdenfeindlichkeit oder die dunkle Seite des Internets, über Berufsmöglichkeiten oder MenschMaschine gesprochen haben. Aber genauso saßen sie zusammen und sprachen über ihre Lieblingsvideos oder YouTuber, wieso sie wen cool finden, wieso sie andere blöd fanden. Was ihre Eltern verstehen und was nicht. Und wie sie im Netz unterwegs sind.

Und man lese und staune: welches Buch sie zuletzt gelesen haben.

Die Convention war nicht pädagogisch wertvoll, sie war keine Werbeveranstaltung und diente auch nicht der puren Unterhaltung.

Sie diente dazu, die Köpfe der Kids aufzumachen. Ihnen zu zeigen, was sie für eine Macht, aber auch Verantwortung im Netz haben und was sie, auch wenn sie erst 13 oder 16 sind, bewegen können. Und sie gab ihnen die Mittel, die Speaker, die Workshops und die Plattform dazu.

Klar gab es auch einige, die sich mehr Tiefe nach und in den Vorträgen gewünscht hätten, aber hey, ihr hättet dann später mit den anderen diskutieren können. Und es war die erste TINCON, da ist ja noch Luft. Bringt euch doch einfach für die in 2017 mit ein, macht eigene Programmvorschläge, bastelt an eurem Workshopkonzept – hier habt ihr die Möglichkeit!

Und wer das alles wieder nur auf Katzenvideos oder Jugendwahn dezimiert, hat es leider nicht verstanden…..

Für alle anderen: Danke, das es die TINCON gibt. Und auf zur nächsten Stufe: TINCON 2017